Aktionstag

 Die Typisierungsaktion

25.11.2012 Es ist geschafft – Die Typisierungsaktion für den 23-jährigen Feuerwehrmann Nino aus Bruchköbel am vergangenen Samstag hat ein überwältigendes Echo in der Bevölkerung gefunden. Ganz genau 2300 Menschen hatten den Weg zur Feuerwehr in Bruchköbel gefunden. Von „Gänsehautstimmung“ und einer „hervorragenden Organisation“ sprachen Besucher und Helfer gleichermaßen. Auch die Spendenbereitschaft war großartig: Über 30.000 € wurden am Tag der Typisierung in die Spendendosen geworfen.

Schon im Vorfeld war die Typisierungsaktion für den 23-jährigen Nino aus Bruchköbel in allen Medien. Im Fernsehen, im Radio, in den Zeitungen und auch im Internet hatten die Organisatoren eine riesige Welle losgetreten. Die über 48.000 Handzettel und unzähligen Plakate zeigten dann auch ihre Wirkung in der Bevölkerung. 2300 Menschen strömten am Tag der Typisierung ins Feuerwehrhaus in der Hammersbacher Straße. „Es war durchgehend viel los, aber es gab niemanden der länger als 16 Minuten für den kompletten Durchlauf gebraucht hat“, resümierte Bettina Steinbauer von der DKMS. Insgesamt lobten die Besucher die schnelle und straffe Organisation der Feuerwehr, die zusammen mit der DKMS diesen Tag auf die Beine gestellt hatte. Schon vor Beginn der Typisierung wurden alle Autofahrer auf Ausweichparkplätze an der Dreispitzhalle und der Heinrich-Böll-Schule umgeleitet. Von dort brachten Shuttle Busse die Besucher zum Feuerwehrhaus und auch wieder zurück. Alleine hier waren zeitweise 8 Fahrzeuge vom DRK, dem Technischen Hilfswerk sowie den Bruchköbeler Feuerwehren im Einsatz.

Gute Organisation und motivierte Helfer

Im Feuerwehrhaus ging es gleich in die Vollen. An vielen Tischen verteilt übernahmen freiwillige Helfer die Registrierung der Typisierungswilligen. Nach dem Ausfüllen des Fragebogens mit den persönlichen Daten, begaben sich dann alle Spender nach einer kurzen  Zwischenkontrolle in die eigentliche Typisierungszone. Dort wurde Jedem mit einer kleinen Nadel 5 ml Blut aus dem Arm entnommen. „Nach wenigen Sekunden und einem kleinen Stich ist schon alles vorbei, das ist ganz harmlos“, beruhigte Rettungsassistent Julian Duch eine etwas aufgeregte Spenderin. Für den Fall aller Fälle hatte das DRK eine eigene Unfallhilfsstelle aufgebaut und eine Trage bereitgehalten. „Nur falls jemandem schlecht wird oder der Kreislauf absackt“, erklärte Bereitschaftsleiter Timo Herold. Auch er war einer von vielen hochmotivierten Helfern, genau wie auch Stefan Reichold von der Feuerwehr Erlensee, der sich als Schreiber in der Registrierung gemeldet hatte: „Dass wir hier helfen, ist doch eine Selbstverständlichkeit! Wir fiebern alle mit, schließlich suchen wir hier für Nino den passenden „genetischen Zwilling“. Genau diese Stimmung herrschte unter den Helfern. Organisator Mario Wegmann war erstaunt darüber, dass alle Helfer fast ohne Pause durchgearbeitet haben: „Da gab es wirklich keinen, der sich zurückgelehnt hat, die waren alle voll dabei. Großartig!“ Nach der Typisierung konnten sich alle Spender zudem im Verpflegungszelt stärken. Es gab kostenlos Kaffee und Kuchen, belegte Brötchen und auch Würstchen. Direkt daneben wurden „Helft Nino“ Lebkuchenherzen, Marmelade und andere Köstlichkeiten für einen guten Zweck verkauft. Die Menge an Helfern, auf die die Feuerwehrleute dabei bauen konnten, war gigantisch. Am Typisierungstag waren über 230 fleißige Menschen damit beschäftigt, für einen reibungslosen und schönen Rahmen zu sorgen.

Großartige Spendenbereitschaft

Die finanzielle Spendenbereitschaft der Bruchköbeler war ebenfalls bemerkenswert. Aber nicht nur aus Bruchköbel waren Menschen angereist. „Wir hatten heute Besucher aus Hamburg, Stuttgart, Würzburg, Kassel und aus Städten in der ganzen Region Rhein-Main und darüber hinaus“, freute sich Mitorganisator Sven Andreas. „Wir haben viele Leute gehabt, die bereits älter als 55 Jahre waren und sich nicht mehr typisieren lassen können. Sie kamen trotzdem vorbei, um uns ihr Spendenglas oder einen Umschlag mit Ersparnissen vorbei zu bringen“. Auch Vertreter aus der Politik, Vertreter zahlreicher Firmen und Mitglieder von Vereinen oder Verbänden waren extra gekommen, um einen Scheck an die DKMS zu überreichen. Darunter auch die 6 bis 7 Jahre jungen Fußball- Knirpse der TSG Issigheim, die ihre Mannschaftskasse mit 256 € an diesem Tag in die Spendendosen steckten. Auch die Star Wars Kostümgruppe, die sehr oft als Unterstützung für die DKMS agierte, hatte bereits im Vorfeld Spenden von über 2000 € für die Aktion Nino gesammelt. Auch an diesem Tag waren die weißen und schwarzen Männchen mit ihren filmreifen Kostümen auf der Veranstaltung präsent. Nicht nur um die Kinder zu unterhalten, sondern um sich auch mit vielen Menschen fotografieren zu lassen. Ebenfalls ließen sich auch viele politische Vertreter auf der Typisierung blicken. Neben Schirmherr und Bürgermeister Günter Maibach waren auch Landrat Erich Pipa und Stadträtin Ingrid Cammerzell vor Ort, um sich ein Bild von der überwältigenden Hilfsbereitschaft zu machen.”

Die Typisierungsaktion in Bildern.

Am 24. November 2012 findet die Typisierungsaktion “Helft Nino“  im Feuerwehrhaus der Feuerwehr Bruchköbel statt. Jeder Bürger im Alter von 17-55 Jahren hat die Möglichkeit sich an diesem Tag  von 10:00 Uhr  bis 17:00 Uhr typisieren zu lassen. Es ist in kleiner Pieks für Dich – Meine zweite Chance auf ein Leben.

Für das leibliche Wohl an diesem Tag werden viele freiwillige Helfer sorgen.

Schon vorab sagen wir allen Helfern, Spender und Unterstützern vielen Dank für die Hilfe!

 


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Programm

  • Beginn der Typisierung 10 Uhr.
  • Shuttle Bus Service von den Ausweichparkplätzen an der Heinrich-Böll-Schule sowie der Dreispitzhalle ab 9:45 Uhr. Für Helfer startet der Shuttle Bus ab 8:45 Uhr. Der Transport erfolgt im ständigen Pendelverkehr und ist kostenlos.
  • Kinderprogramm: Kinderschminken, malen, basteln und Star Wars Konstümgruppe den ganzen Tag lang.
  • Kuchen, Würstchen mit Brötchen den ganzen Tag über.
  • Alle Aktionen und Angebote finden in beheizten Räumen statt.
  • Gästebuch im Eingangsbereich. Hier können Sie Nino oder/ und den Helfern einen Gruß hinterlassen.
  • Bei längeren Wartezeiten werden Wartenden Heißgetränke gereicht.
  • Verkaufstand mit selbst eingekochten Marmeladen, selbst gemachten Lebkuchenherzen und Wurstwaren zu Gunsten der Aktion “Helft Nino”.
  • Geplantes Ende: 17 Uhr. Anschließend Aufräumen.